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    <title>Deutschland 2430</title>
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    <language>de-DE</language>
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      <title>Beckenbauer vs. Banker - 11 Standpunkte aus 30 Tagen</title>
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      <description>&lt;p&gt;
3, Reporter, 30 Tage, über 100 Menschen: Auf ihrer Deutschlandtour auf der Suche nach der Sozialen Marktwirtschaft haben die Reporter Miriam Janke, Sophie Bleich und Helge Oelert viele Meinungen eingeholt. Im Film finden Sie elf Standpunkte von &amp;quot;Gier&amp;quot; bis &amp;quot;früher war alles besser&amp;quot;. Alle Filme zur Tour finden Sie unter &amp;quot;VIDEOS&amp;quot;.
&lt;/p&gt;
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      <category/>
      <pubDate>Wed, 16 Sep 2009 12:51:32 GMT</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Auf der Suche nach der Sozialen Marktwirtschaft</title>
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      <description>&lt;p&gt;
3 Journalisten sind 30 Tage, 24 Stunden am Tag, durch Deutschland gefahren und haben über 100 Menschen gefragt, was sie von der Sozialen Marktwirtschaft halten. Unter &amp;quot;Videos&amp;quot; ist jeder Tag der Reise dokumentiert.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Fußballkaiser &lt;a href="/Videos/Tag-5-Der-Kaiser-und-das-Volk" title="Hier geht es zum Video mit Franz Beckenbauer." target="_blank"&gt;Franz Beckenbauer&lt;/a&gt;: &amp;quot;Seitdem ich geboren bin ist es ständig bergauf gegangen. Nur haben wir zuletzt in einer Luftblase gelebt.&amp;quot; Unternehmensberater &lt;a href="/Videos/Tag-7-Vom-Waescher-zum-Millionaer" title="Hier geht es zum Video mit Roland Berger." target="_blank"&gt;Roland Berger&lt;/a&gt;: &amp;quot;Für mich ist wichtig, dass Unternehmer Vorbilder sind für die Gesellschaft.&amp;quot; Fußballtrainer &lt;a href="/Videos/Tag-5-Der-Kaiser-und-das-Volk" title="Hier geht es zum Video mit Ralf Rangnick." target="_blank"&gt;Ralf Rangnick&lt;/a&gt;: „Ich denke, jede Demokratie, jedes Land ist immer so gut, wie es sich um die Randgruppen kümmert.“ Bankvorstand &lt;a href="/Videos/Tag-15-Masslos-am-Main" title="Hier geht es zum Video mit Jobst Müller-Trimbusch." target="_blank"&gt;Jobst Müller-Trimbusch&lt;/a&gt;: &amp;quot;Wenn niemand gierig wäre, dann hätten wir ein Problem mit der Marktwirtschaft.&amp;quot; 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Meist geklickte Videos:
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;

&lt;a href="/Videos/Tag-15-Masslos-am-Main" target="_self"&gt;› Im Himmelreich des Bankers/ Frankfurt am Main&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href="/Videos/Tag-8-Der-schoenste-Tag-der-Woche" target="_self"&gt;› Die ärmsten in der reichsten Stadt/ Starnberg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="/Videos/Tag-6-Perspektive-2.0-am-Busen-der-Natur" target="_self"&gt;› Über große Tiere und kleine Preise/ Chiemsee&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
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      <pubDate>Thu, 10 Sep 2009 15:41:05 GMT</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Tag 29: Und wieder Schnitt!</title>
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      <description>&lt;p&gt;
Die Tour ist fast zu Ende. Jim – unser Cutter – und Miriam schneiden am letzten Film. Morgen wird Resümee gezogen!
&lt;/p&gt;
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      <category/>
      <pubDate>Mon, 07 Sep 2009 13:56:59 GMT</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Tag 21: Pause an der A7</title>
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      <description>&lt;p&gt;
Pause an der A7. Am 21. Tag unserer Tour setzen wir um, fahren in den Norden. Unser Ziel ist Hamburg. Morgen treffen wir einen Trendforscher, besuchen zu mitternächtlicher Stunde eine Taxifahrerkneipe und suchen die globalisierte Krise im Hafen. Heute ist Pause!
&lt;/p&gt;
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      <pubDate>Mon, 07 Sep 2009 13:37:51 GMT</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Tag 29: Auf dem Zahnfleisch</title>
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      <description>&lt;p&gt;
Okay, jetzt reicht’s. Vier Wochen durchs Land touren, jede Nacht in einem anderen Bett schlafen, 15-Stunden-Tage voller neuer Eindrücke und Menschen, das macht Spaß - und ist anstrengend. Jetzt kann ich nicht mehr. Ich schleppe mich die mal 99, mal 101 Stufen hoch, je nach Geisteszustand beim Zählen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wir haben uns für den Endspurt bei Dirk eingenistet, dem Regisseur, und verdammt noch mal, warum muss der im letzten Stock ohne Aufzug wohnen? In weiser Voraussicht habe ich am ersten Tag meine Hausschuhe mitgebracht und meinen Freunden verschwiegen, dass ich wieder in Berlin bin – es bleibt ja eh keine Zeit, sie zu treffen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
In Dirks sonnendurchfluteter Dachgeschosswohnung tummeln sich bis zu acht Menschen in verschiedenen Zimmern – wir schneiden, bloggen, besprechen um die Wette. Nach 1 ½ Tagen fühle ich mich wie in meiner Riesen-WG in Mexiko, eine große Familie. Jeder kauft ein, kocht, nimmt sich wie selbstverständlich Käse aus dem Kühlschrank und Besteck aus der Schublade – und lässt genauso selbstverständlich das schmutzige Geschirr stehen. Ein kleines Wunder, dass wir uns nicht an die Gurgel gehen, sondern kichernd scherzen und freundschaftlich unsere Tütensuppe teilen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
So kurz vorm Ziel sind die Augen eckig vom Sichten des Materials und mein Hirn setzt zeitweise aus. Ich bekomme Wutanfälle beim Schneiden und Lachanfälle beim Einsprechen der Texte – kein Wunder, es ist kurz vor Mitternacht und ich bin seit halb acht Uhr morgens hier.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ich träume von einem freien Tag, vom Zeitung lesen in der Sonne, von unbegrenzten Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Schwimmen gehen! Ins Theater! Freunde treffen zum Kochen! 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Und doch ahne ich, dass es komisch werden wird. Kein Teamwork mehr, keine Reporterträume, die wahr werden, keine Grundsatzfragen mehr stellen. Nicht mehr diesen Drive spüren, wenn man dreht und das Road-Movie-Gefühl, wenn man mit dem Wohnmobil durchs Land fährt. Und was mache ich ohne das lieb gewonnene Team, mit dem ich mehr Zeit verbracht habe als mit vielen Freunden im letzten Jahr?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Das wird wahrscheinlich so wie die Zeit nach dem Prüfungsmarathon für den Uniabschluss: Und jetzt? Wohin mit mir und dieser sich schier unendlich ausdehnenden Masse an Zeit?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Okay, gebt mir einen Monat zur Regeneration, zum Zeitung lesen auf der Terrasse, Wäsche waschen und Pflanzen gießen. Dann kann es von mir aus weitergehen mit Deutschland 24/30... 
&lt;/p&gt;
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      <pubDate>Wed, 02 Sep 2009 10:33:32 GMT</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Tag 30: Resumee</title>
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      <description>&lt;p&gt;
Wie, war es das schon? Zwischendurch dachten wir wohl alle einmal: Wann hört das endlich auf?! Jetzt wissen wir: Wir werden das alles vermissen: Das Reisen, das Suchen, das Lernen, das Staunen. Jetzt lehnen wir uns aber erst einmal zurück und lassen diese Tour mit ihren Eindrücken, Fragen und Antworten auf uns wirken. Und übergeben das Staffelholz an das nächste Team, das sich auf die Suche nach der Sozialen Marktwirtschaft machen will. In Deutschland warten noch eine Menge Geschichten!
&lt;/p&gt;
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      <pubDate>Wed, 02 Sep 2009 10:29:52 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Tag 28: Du gehörst da nicht hin!</title>
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      <description>&lt;p&gt;
Aufgeregt ist sie. Nervös wiegt sie sich von einem Fuß auf den anderen. Noch eine Zigarette will sie rauchen, bevor es losgeht. Vivien macht sich Sorgen wegen des Interviews. Als Mentorin Tipps zu geben, falle ihr nicht schwer, sagt sie mir. Mit großem Engagement setzt sie sich für die Sache von Arbeiterkind.de ein. Aber hier Interviews geben, das ist ihr unangenehm.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;

Vielleicht liegt das an der von ihr beschriebenen Unsicherheit. „Als Arbeiterkind gehört man hier nicht hin“ – ein Satz, den sie mir noch öfter sagen wird. Ich versuche ihr die Unsicherheit zu nehmen, aber aus dieser Selbstwahrnehmung kommt man so schnell nicht raus. Sie sagt, dass die Unsicherheit die Arbeiterkinder zum Teil ein Leben lang verfolgt, auch wenn sie schon lange erfolgreich im Job sind.&lt;br /&gt;Ihre Unsicherheit ist aber nicht berechtig. Sie hat es schon zu viel gebracht und macht nun den wichtigen Schritt, hier über ihre Belange zu reden. Wer könnte besser für die Arbeiterkinder sprechen als sie? Exemplarisch scheint es, dass sie es unter denkbar ungünstigen Umständen in einem Arbeiterhaushalt bis in die Uni geschafft hat. Sie hat Vorbildfunktion für die Arbeiterkinder, die viel erreichen wollen, aber nicht wissen, wie sie das verwirklichen können.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Vivien glaubt an Chancengleichheit. Grundsätzlich ermögliche die Soziale Marktwirtschaft den Zugang zum Studium. Sie bedauert nur, dass die Arbeiterkinder einfach nicht genug Informationen haben. „Manchmal stelle ich mir vor, wie viel einfacher es gewesen wäre, wenn ich auch die Informationen gehabt hätte.“ Damit die nächste Generation die Bildungschancen uneingeschränkt nutzen kann, engagiert sie sich bei Arbeiterkind.de. „Vielleicht haben sie es dann leichter.“
&lt;/p&gt;
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      <pubDate>Fri, 28 Aug 2009 15:07:39 GMT</pubDate>
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      <title>Tag 28: Du gehörst da nicht hin!</title>
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      <description>&lt;p&gt;
 Arbeiterkind - ein Begriff wie aus dem 19. Jahrhundert. Aber für viele Menschen bedeutet, Arbeiterkind zu sein, auch im 21. Jahrhundert noch mit Problemen leben zu müssen, die in der der Öffentlichkeit kaum thematisiert werden: Viele Kinder aus Nichtakademiker-Familien bleibt ein Studium verwehrt, weil ihnen zu Hause Unterstützung und Motivation fehlt. Diese Verschwendung von Talenten kann sich unsere Gesellschaft nicht leisten, finden die Macherinnen der Internetplattform &lt;a href="http://www.arbeiterkind.de/" target="_self"&gt;www.arbeiterkind.de&lt;/a&gt; und bieten Kindern Beratung und Hilfe bei Ihrer Entscheidung für eine Zukunft mit Universitätsabschluss. 
&lt;/p&gt;
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      <pubDate>Fri, 28 Aug 2009 15:05:19 GMT</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Tag 27: Von Machern und Warmduschern</title>
      <link>http://www.deutschland2430.de/Blog/Tag-27-Von-Machern-und-Warmduschern</link>
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      <description>&lt;p&gt;

So langsam spielen wir uns ein. Anfangs gingen Abläufe und Aufgabenverteilung im Team noch durcheinander wie Spagetti im Abtropfsieb, den ganzen Tag liefen wir unserem Zeitplan hinterher - keuchend im Dauersprint. Heute sind wir vielleicht vergleichbar mit der deutschen Fußballnationalmannschaft. Hier und da gelingt eine sehenswerte Kombination, oft halten wir den Ball und spielen ihn auch ab und an zurück, aber es gab auch schon mal ein Tor. Sagen wir, die Nationalmannschaft bei der EM 2001. &lt;br /&gt;(Doch, doch, doch! Die der Frauen. Und die wurden Europameister. Eins zu null für mich!) 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Reporterglück: Bastian Pastevka bummelt uns samt Freundin im Prenzlauer Berg vor die Kamera. Reporterpech: Bastian Pastevka samt Freundin speist uns im Prenzlauer Berg freundlich ab, ohne seine Meinung kundzutun. Dabei hätte doch so ein bisschen Showbiz unserer zur Neige gehenden Tour doch ganz gut zu Gesicht gestanden.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Viel haben wir gesehen, aber erst auf den letzten Metern haben wir die eigentümlichste Begegnung mit der Sozialen Marktwirtschaft 2009: Ein Mann auf dem Kantstein an der Prenzlauer Allee - Glatze, Schlabberhose, die Füße samt Socken in Flipflops. Nein, Starnberger Tafel war ein anderer Film. Könnte ein &amp;quot;Digitaler Boheme&amp;quot; sein, meint Miriam, mit seinem Laptop auf den Knien und dem Handy am Ohr. Aber dieser Mann trägt Verantwortung für sechzig Mitarbeiter: &amp;quot;ic! berlin&amp;quot; heißt das Brillenlabel, und der Typ im Rinnstein Ralph Anderl. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Vor zehn Jahren gebar er eine einfache Idee. Und gründete die Firma. Seither führt er durch Inspiration statt Autorität. Aber er gibt immer den Ton an, als wir heute in Form Schubertscher Liederzyklen in seinem Büro kommen, an deren Perfektionierung er seit Jahren mit professionellen Lehrern arbeitet. Morgen durch konsequentes Schweigen, weil Anderl entschieden hat, drei Tage zu verstummen, um die spirituelle Energie zu regenerieren. Er wie sein Laden: ein Mahnmal gegen jede Konvention. Als wäre der &amp;quot;Kleine Prinz&amp;quot; von seinem Stern heruntergekommen und hätte den Businessplan persönlich geschrieben: Hier darf kein ausgebildeter Designer entwerfen, kein Marketingexperte am Image werkeln und kein Model die Stücke präsentieren - all das machen ausschließlich Laien, die für ihr Unwissen die Hand ins Feuer legen müssen. Denn Boss Anderl ist überzeugt: Ahnungslosigkeit ist der beste Nährboden für Kreativität.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wer sich wider Erwarten beschweren will oder sonst irgendeine Frage hat, muss bei &amp;quot;ic! berlin&amp;quot; garantiert nicht durch tiefe Täler von Warteschleifen und als &amp;quot;Hotlines&amp;quot; beschönigten 0180er-Kundenmelkmaschinen - Ralphs persönliche (!) Handynummer liegt jeder einzelnen verkauften Brille bei! Das Erstaunlichste an diesem ganzen Strauß von Wunderlichkeiten: Das Geschäft brummt! Fördergelder hat er nicht nötig, seine Brillen (Preis ab 250 Euro) bestücken nationale wie internationale Trendnasen von Madonna, Boss Hoss, Peter Lohmeyer, Kevin Bacon bis Samuel L. Jackson. Sein Lebensmotto: Im Bestehenden das Mögliche erkennen! Wenn das kein gutes Fazit für unsere Tour ist ...
&lt;/p&gt;
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      <category/>
      <pubDate>Thu, 27 Aug 2009 12:30:20 GMT</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Tag 27: Von Machern und Kaltduschern</title>
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      <description>&lt;p&gt;

Zylinder, Frack, Monokel – so war das Unternehmerbild in den Zwanzigern.&lt;br /&gt;
Dicke Zigarre, dicker Bauch, dickbrüstige Sekretärin – so war das Unternehmerbild in den 60ern.&lt;br /&gt;
Schicker Anzug, teure Uhr, zurückgegelte Haare – so war das Unternehmerbild in den 80ern.&lt;br /&gt;Und heute? Hm, es gibt kein Unternehmerbild mehr. Der Unternehmer 2009 kann aussehen wie ein Schafhirte oder wie eine Rocksängerin. Es kommt nicht auf Inszenierung von Macht und Autorität, sondern auf die gute Idee an. Und Führungsqualität, die mehr kann als Rumbrüllen. Aber obwohl die Soziale Marktwirtschaft viele Risiken schmälert – Mut brauchen Gründer auch heute noch.
&lt;/p&gt;
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      <pubDate>Thu, 27 Aug 2009 12:26:10 GMT</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Tag 26: Früher Flugasche, heute Ausflugsziel</title>
      <link>http://www.deutschland2430.de/Blog/Tag-26-Frueher-Flugasche-heute-Ausflugsziel</link>
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      <description>&lt;p&gt;
180 Tonnen Asche am Tag, die auf die eigene Stadt fallen, die Wäsche auf der Leine schwarz färben und das Atmen erschweren – ich kann es mir einfach nicht vorstellen. Bitterfeld zu Ostzeiten, als Kohle der King und die Chemie das tägliche Brot war, klingt für mich wie die Öko-Hölle auf Erden.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Deswegen erscheint die Wandlung der Stadt wie ein kleines, großes Wunder: Umweltschleudern geschlossen, Boden saniert, Solarbranche hergeholt, Tagebauten zu Seen umgewandelt. Statt „Flugasche“ in der Luft – so heißt der Roman von Monika Maron, der Bitterfeld für alle Zeiten berühmt-berüchtigt gemacht hat – nun Ausflugsziele wie die Seenlandschaft Goitzsche vor der Haustür.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ist das eine der großen Gewinnergeschichten der Wende? Ein Beispiel, wie es laufen könnte? Gar ein Vorbild für andere Regionen, die sich neu erfinden wollen?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Vor Ort sieht Bitterfeld-Wolfen (so der Name nach der Fusion mit der Nachbarstadt) dann weniger spektakulär aus, als die Story klingt: eine kleine Stadt mit nettem See, viel Industriearchitektur und viel Leerstand, mit osttypischen, braunen Häuserfassaden, öden Ecken und Menschen, die mit dem Fahrrad auf dem Gehweg durch den Ort zuckeln. Nach den Tagen auf Rügen – pittoresk, mit feinen Sandstränden und blau-weiß gestreiften Strandkörben – ist der erste Eindruck eher ernüchternd.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Blühende Landschaften hatte ich mir anders vorgestellt. Richtig schätzen, was hier passiert ist, kann glaube ich nur der, der die Stadt zu ihren Aschenputtel-Zeiten kannte. Wir Anderen bleiben Ahnungslose.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ein Aspekt der Geschichte lässt mich auch dann nicht los, als wir mit dem Wohnmobil schon wieder gen Berlin fahren: In der Region wurden mit jeder Menge öffentlicher Gelder lebenswerte Umstände zu schaffen, aber für immer weniger Menschen. Viele Bitterfelder sind auf der Suche nach Arbeit zum Beispiel in den Westen gezogen. Lohnt sich so ein Aufwand? Darf man Staatsgelder für eine Region ausgeben, in der die Bevölkerung nicht mehr bleiben kann oder möchte?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;

Im ökologischen Sinne hat sich der Wandel gelohnt – am Ende des Drehtages esse ich am Seeufer Maränen, kleine Fische, die in der Goitzsche gefangen wurden.&lt;br /&gt;Bitterfelds Rundumsanierung lohnt sich im wirtschaftlichen Sinne wahrscheinlich erst in einigen Jahrzehnten. Falls die Solarindustrie, die sich dort angesiedelt hat, ihre rasanten Wachstumszahlen der letzten Jahre so weit vorantreibt, dass sie der Hauptarbeitgeber der Region ist. Wenn wieder Menschen dort hinziehen. Und wenn der Wassersport bis dahin Touristen in die Region bringt. Dann wird aus der Flugasche-Stadt ein Ausflugsziel werden.
&lt;/p&gt;
</description>
      <category/>
      <pubDate>Thu, 27 Aug 2009 10:50:19 GMT</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Tag 26 Die Aschenputtel-Story</title>
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      <pubDate>Thu, 27 Aug 2009 10:42:55 GMT</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Tag 25: Schwuppdiwupp in der Boombranche</title>
      <link>http://www.deutschland2430.de/Blog/Tag-25-Schwuppdiwupp-in-der-Boombranche</link>
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      <description>&lt;p&gt;
Ich dachte immer, dass man in Deutschland ziemlich viel leisten muss, um eine Idee zu verwirklichen: Businessplan aufstellen, Behördengänge absolvieren, viel Überzeugungsarbeit leisten, einen Haufen Mitstreiter finden und einen langen Atem beweisen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Dann kamen wir auf der Tour nach Rügen in die Wassersportschule Sail &amp;amp; Surf. Die beiden Inhaber Knut Kuntoff und Grit Salut haben auf eigene Initiative beschlossen, dem Fachkräftemangel in ihrer Branche und der Arbeitslosigkeit in der Region entgegenzuwirken. Sie starteten einen Umschulungslehrgang zum Wassersport- und Segeltrainer, der von der Agentur für Arbeit bezahlt wird, wenn die Bewerber in ihrem alten Beruf schwer vermittelbar sind. Die zuständige Sachbearbeiterin war (da selbst Wassersportfan) aufgeschlossen, nun kommen die Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet und werden danach europaweit in offene Jobs vermittelt. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
So wie Knut Kuntoff das erzählt, passierte das alles zügig und recht problemlos.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Geht doch.
&lt;/p&gt;
</description>
      <category/>
      <pubDate>Tue, 25 Aug 2009 10:04:04 GMT</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Tag 25: Gestatten - eine Boombranche</title>
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      <pubDate>Tue, 25 Aug 2009 09:29:02 GMT</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Tag 24: Angsthasen im sozialen Netz</title>
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      <description>&lt;p&gt;
Deutschland erstaunt mich immer wieder. Dieses Mal mit der Menge an Fördermaßnahmen, die es hier gibt. Abgesehen von den Klassikern wie Rente und Krankenkasse gibt es Dinge, wie kommunale Töpfe zur Kulturförderung, eine Anschubfinanzierung für Selbständige oder das Kurzarbeitergeld.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Das hatte ich bis zu unserem Dreh im Hamburger Hafen nicht wirklich wahrgenommen – ich bin weder Arbeitgeberin noch klassische Arbeitnehmerin. Als freie Journalistin fällt man aus den herkömmlichen Arbeitsstrukturen heraus (und ist potentiell immer von Arbeitslosigkeit bedroht, wenn man seinen Hintern morgens nicht hochbekommt oder keine Idee für einen Artikel hat...). Über die KSK, die Künstlersozialkasse, bin ich froh, weil sie zum Beispiel einen Teil meiner Krankenkassenbeiträge bezahlt, die ich sonst unverschämt hoch fände.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Irritierend finde ich, dass die Deutschen trotz all dieser Sicherheiten – Sozialstaatabbau hin oder her, da haben mich drei Jahre in Lateinamerika geprägt – ein Volk der Angsthasen sind. Trotz sozialem Netz, das immer noch dichter gewebt ist als in den meisten anderen Ländern der Erde, haben wir Angst vor dem Fallen. Das „Könnte“ beunruhigt uns, ich schließe mich da nicht aus.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Zum Beispiel habe ich meinen Laptop, mein Hauptarbeitsgerät, versichert – auch wenn ich nicht soweit gehen und eine Zahn- oder Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen würde (was bei einer Journalistin ja hieße, sich Verstand, Neugier und Empathie vertraglich schützen zu lassen, so wie Jennifer López das mit ihrem Hintern getan hat. Was mich interessieren würde: Wie klagt man das ein? Lässt man sich ein Attest vom Arzt geben, wenn man nicht mehr klar denken kann und den Menschen abgestumpft gegenüber tritt?)
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aber wer weiß, vielleicht kommt das alles mit dem Alter. Durch lange Schul- und Studienzeiten dauert es hierzulande eine Weile, bis man der finanziellen Pubertät entwachsen ist und sich mit sämtlichen Finessen des Steuerzahlens und Rentenanteileerwerbens auskennt. Vielleicht schlägt dann die Stunde, in der man sich bewusst wird, wie viel man eigentlich an den Staat zahlt. In der man ängstlich wird, weil man befürchtet, dass davon nicht so viel zurück kommt – denn wer behauptet heutzutage noch schadlos, dass die Rente sicher ist?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Vielleicht sind die Angsthasen ja auch nur Sparfüchse, die merken, dass ihr kollektives Sparschwein namens Staat auch Geld für Blödsinn ausgibt – der Bund der Steuerzahler kritisiert jedes Jahr wieder die Autobahnen in der Pampa und die Brücken ins Nirgendwo.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wieder so eine offene Frage, die die Tour aufwirft. Über eine Antwort werde ich noch eine Weile nachdenken.
&lt;/p&gt;
</description>
      <category/>
      <pubDate>Tue, 25 Aug 2009 09:18:47 GMT</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Tag 25: Reif für die Insel</title>
      <link>http://www.deutschland2430.de/Blog/Tag-25-Reif-fuer-die-Insel</link>
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      <description>&lt;p&gt;
Wir sind im Norden der Tour angelangt. Mit Hamburg im Rücken bewegen wir uns auf Rügen zu. Bei wunderschöner Abendsonne fahren wir über die Rügenbrücke und sehen das unglaublich schöne Panorama, wie sich die höchste Kirche Stralsunds vom bunt erleuchteten Horizont abhebt - einmalig!
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wir sind nach den Etappen der Tour wirklich reif für die Insel. Leider machen wir keinen Urlaub hier, aber die Seeluft wird ihr Übriges zu unserer Erholung dazu tun. Füße ins Wasser, einmal kräftig durchatmen und mit den Händen durch den Sand fahren wirkt Wunder bei der Regenerierung. Die Nacht ist über uns herein gebrochen, aber wir wollen unbedingt noch die Ostsee sehen. Bis wir aber zum Strand gelangen brauchen wir eine Weile. Abenteuerlich kämpfen wir uns auf einen Pfad durch den Wald vor dem Hotel. Über Stock und Stein geht es fast blind in Richtung Strand. Nur durch das Hören der ankommenden Wellen und Riechen des Meeres bahnen wir uns den Weg.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Nach einer gefühlten Stunde werden wir belohnt. Auch wenn wir fast nichts mehr sehen, so stürzt sich die Hälfte des Teams bei eisigen Temperaturen in die Ostsee und schreit Freude quietschend herum wie ein Tross Jugendlicher auf dem Rummel. Mit einem Bier in der Hand stehen wir am Strand und blicken gut durchblutet auf die dunkle, atemberaubende Ostsee. Als sei das nicht schon genug Panorama für Harmonie finden wir auch noch eine gut gelaunte Truppe von Urlaubern ums Lagerfeuer sitzend. Wir gesellen uns dazu, knabbern selig an Maiskolben und vermissen einzig und allein die passende Gitarrenmusik zur sonst so Bilderbuch ähnlichen Situation.
&lt;/p&gt;
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      <pubDate>Tue, 25 Aug 2009 08:48:01 GMT</pubDate>
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      <title>Tag 24: Flaute im Hafen</title>
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      <description>&lt;p&gt;
„Wir sind ein Spiegel der Weltkonjunktur“ – die Krise wirkt sich auch im Hamburger Hafen aus. Wir besuchen das Traditionsunternehmen Carl Tiedemann und fragen nach, wie die Firma mit wirtschaftlich schwierigen Zeiten umgeht.
&lt;/p&gt;
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      <pubDate>Tue, 25 Aug 2009 08:38:28 GMT</pubDate>
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      <title>Tag 23: Schnack bei Astra und Zwiebelmett</title>
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      <description>&lt;p&gt;
Schnack bei Astra und Zwiebelmett
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Nur eine Seitenstraße hinter Erikas Eck liegt der Schlachthof. Neben all den Taxifahrern, die hier nach Schichtwechsel einkehren, kommen auch die Schlachter, wie alle Nachtarbeiter Hamburgs. Manche sind noch in Arbeitskleidung, andere schon wieder im normalen Freizeitdress. Der erste Gang geht zur Theke, wo statt Bier ein Kaffee bestellt wird.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
In einer Drehpause komme ich mit einem Türken ins Gespräch, der jeden Tag extra für die Arbeit nach Hamburg kommt. Nach den üblichen Begrüßungsformeln auf Türkisch, erklärt er mir bei einem gemeinsamen Kaffee, dass er mit seiner Arbeit, im Gegensatz zu vielen Anderen, sehr zufrieden ist. Er macht sich keine Sorgen in Deutschland und vertraut auf die Möglichkeiten, die sich hier bieten.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
„Ich bin 1989 hierher gekommen und bin nie ohne Job gewesen“ berichtet er mir auf Türkisch. Obwohl er nicht immer einfache Jobs hatte, ist Mehmet überzeugt, dass man nur durch engagiertes Arbeiten das ganze Land voran bringen kann. „Man muss fleißig sein und nicht ruhen.“ Ihm macht es nichts aus, soviel zu arbeiten – er macht das aus Überzeugung. Vor allem für seine Kinder will er eine gute Grundlage schaffen. „Sie sind meine Zukunft.“
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Viel optimistischer als seine Kollegen hier in der Kneipe sieht er die Herausforderungen der jetzigen Krise auch als Chance. „Wir können gemeinsam etwas schaffen.“ In seinen Augen läuft es in Deutschland viel besser als in anderen Ländern, wie beispielsweise der Türkei. Hier hat jeder eine Chance und kann es zu etwas bringen, wenn er sich nur engagiert, sagt er. Deutschland will Mehmet nicht mehr verlassen, hier geht es ihm gut und er ist zufrieden mit dem was er hat.
&lt;/p&gt;
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      <pubDate>Mon, 24 Aug 2009 08:55:11 GMT</pubDate>
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      <title>Tag 23: Schnack bei Astra und Zwiebelmett</title>
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      <description>&lt;p&gt;
Wir wollen Deutschland in einem anderen Licht sehen und machen uns auf zu einem Ausflug in Hamburgs Nachtleben. In der Kneipe Erikas Eck finden wir neben Astra und Zwiebelmett vor allem eines: Meinungen. Ein nächtliches Stimmungsbild zur Sozialen Martwirtschaft im Sommer 2009... 
&lt;/p&gt;
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      <pubDate>Mon, 24 Aug 2009 08:50:51 GMT</pubDate>
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      <title>Tag 23: Kopf oder Adler für den türkischen Schlachter</title>
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      <description>&lt;p&gt;
Ein Mitternachtsdreh in einer Eckkneipe? Mit Taxifahrern, Studenten und Nachtschwärmern, mit denen man sich spontan über ihr Leben, Deutschland, ihre Situation in diesem Land und Gott und die Welt unterhält? Am Tresen herausfinden, was Menschen gerade bewegt? Super, will ich machen!
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Sophie allerdings auch. Erst versucht sie, mich argumentativ ins Aus zu katapultieren: „Ach komm, da muss man einen mittrinken und du magst doch eh kein Bier!“ Stimmt, Weinliebhaberinnen könnten in Eckkneipen scheel angeschaut werden. Egal, dann trink ich halt eine Apfelschorle und oute mich als Tresenblümchen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Dann wirft Sophie eine Münze. Bei Zahl darf ich gehen, bei Adler sie. Und? Scheiß Federvieh. Sophie und die Crew ziehen also nachts los, ich bleibe im Hotel. Bereite den nächsten Tag vor, lese amüsiert in den herumliegenden Zeitschriften („Ich will ein Kind von dir! – Haben Sie den richtigen Mann als Vater?“) und schlafe dann bei weit geöffnetem Fenster in sehr weißen Laken ein. Draußen rauscht der Hamburger Verkehr durch die Nacht, an Eckkneipen und Filmteams vorbei.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Am Frühstücksbuffet bin ich dann erst einmal alleine auf weiter Flur. Die Anderen kommen irgendwann schlaftrunken und mit dicken Augen an meinen Tisch geschlurft. Und, wie war’s? „Cool“, „nett“ und „jaaaoooo…“, tröpfelt es vereinzelt aus marmeladeverschmierten Mündern. „Sophie hat sich auf Türkisch mit einem Schlachter unterhalten“, murmelt ein Kollege. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ich grinse. Das wäre eigentlich mein Job gewesen. Ich mag zwar kein Bier – aber Sophie ist Vegetarierin.
&lt;/p&gt;
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      <category></category>
      <pubDate>Mon, 24 Aug 2009 08:32:14 GMT</pubDate>
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