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Tag 18: Liebesdienst auf Lohnsteuerkarte

Lange, abgedunkelte Flure und überall Fotos von Frauen an der Wand, die Eindeutiges versprechen. Im Bordell würde man die Soziale Marktwirtschaft sicher nicht zuerst vermuten. Ob sie dennoch auch in solchen gesellschaftlichen Rand- und Tabubereichen Spuren hinterlässt, erkunden wir mit einer ehemaligen Prostituierten und dem Geschäftsführer von Europas größtem Laufhaus.

19.11.2009 | C-kid

Naja, die Ex-Prostituierte wird es ja wohl wissen mit 20 Jahren Milieuerfahrung. Und es ist so, dass es zwar nicht für jede Prostituierte ein Traumberuf ist, aber es geht nicht jede aus Zwang dieser Arbeit nach. Es gibt schon einige, die dieser Erwerbstätigkeit professionell und auch mit normaler Arbeitsfreude nachgehen. Es ist nämlich auch eine Fehleinschätzung, dass alle Prostituierten unter Zwang und Folter arbeiten. Es gibt eben auch welche die intelligent sind, auch eine normale gute Ausbildung haben und sich freiwillig dazu entschieden haben- z.B. die, die hier zu sehen ist. Und solange es Männer gibt, die Sex wollen und dafür bezahlen, wird es diese Frauen auch geben. Deswegen ist es so wichtig, sie legal und normal in das Marktsystem und die Gesellschaft zu integrieren.

07.10.2009 | carla

die ex-prostituierte lässt zwischen den zeilen erkennen, dass prostituierte für viele offenbar ein traumberuf ist. was für eine fehleinschätzung!

06.10.2009 | marlies

sehr interessanter beitrag! bei uns in österreich ist es leider möglich das flüchtlinge, natürlich frauen meist aus afrika, sofort eine bewilligung zur prostitution bekommen OHNE aber eine aufenthaltsgenehmigung oder gar eine arbeitsgenehmigung zu erhalten!!! das kommt daher das die prostitution ein "freies" gewerbe ist. prostitution ist legalisiert aber noch lange nicht "gesellschaftsfähig" abgesehn vom gewinn der in die taschen der männer/menschenhändler fliesst!

01.09.2009 | Pistolero

Die Frauen in den Flatrate-Bordellen sind angestellt. Deshalb darf der Chef ja auch vorschreiben, mit wem und wie oft. Also irgendwie funktioniert es doch.

27.08.2009 | jochen peters

@ peter: das tut sie ja scheinbar nicht. ist doch zum lachen, wenn bordelle prostituierte nicht als ganz normale Arbeitnehmerinnen anstellen können. diese weisungsbefugnis und den eingriff in die persönlichkeitsrechte könnte man doch ganz anders regeln.

25.08.2009 | Peter

Ich finde schon, dass man mal die Frage stellen kann, ob solche Graubereiche eigentlich an der Sozialen Marktwirtschaft vorbeiexistieren oder nicht. Soziale Marktwirtschaft heißt ja auch irgendwie "schützende Marktwirtschaft". Und Prostituierte brauchen Schutz! Man hätte noch stärker nachhaken müssen, ob die Soziale Marktwirtschaft das leistet!

20.08.2009 | alma mater

und was hat das jetzt mit marktwirtschaft zu tun? geschichten über das harte leben von prostituierte gibt es haufenweise im rtl nachtprogramm.

20.08.2009 | Anna

Sehr interesant, besonders mit der ehemaligen Prostituerte. Ich hätte gerne mehr von ihre persönliche Geschichte gehört. Und wieviele Prostituerte arbeiten eigentlich immer noch schwarz? Es wäre auch spannend von diese Prostituerte zu hören..