Tag 17: Muskelkraft überwindet die Technik

Auch wir werden auf der Tour nicht vom Schicksal verschont. Fleißig gehen wir jeden Tag unserer Arbeit nach und versuchen unseren Zeitplan zu erfüllen, aber immer wieder gibt es Umstände, die wir nicht beeinflussen können.
Zum Ende unseres Drehtags hin verließ uns das Glück. Fertig mit Dreh und Einpacken freuten wir uns alle sehr, nach dem anstrengenden Tag in unsere Betten zu fallen. Aber es kam anders. Nachdem der Akku des Wagens den ganzen Tag für die Stromversorgung des Schnittcomputers benutzt wurde, ist er jetzt leer. Mit anderen Worten: wir stecken mitten in der Prärie mit einem nicht anspringenden Auto fest. An den Gesichtern unseres Teams kann man die Freude über diese Nachricht ganz klar ablesen. Keiner von uns will jetzt 4 Kilometer bis in den nächsten Ort laufen, nur weil die Handys hier keinen richtigen Empfang haben..
Was also können wir machen? Ich überlege bei einem nahe gelegenen Hotel nach einem Starterkabel zu fragen, damit wir den Motor wieder in Gang bekommen. Die Jungs wollen in der Zwischenzeit versuchen den Wagen anzuschieben - der Haken ist nur, dass es sich um unser riesiges Wohnmobil handelt. Noch auf dem Weg zum Hotel muss ich bei der Vorstellung, wie die Jungs den Wagen mit verschwitzten Hemden anschieben, schmunzeln. Aber siehe da, auf halber Strecke ruft mich Helge zurück: sie haben es geschafft und das Wohnmobil rollt wieder. Alle sind glücklich, dass wir nun doch noch in den bequemen Betten schlafen können und ich bin froh, dass dieses Team alle Herausforderungen meistern kann.