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Tag 13: Ein Lehrer alter Schule
Lehrer sind jene Menschen, die in der Zwischenzeit in der öffentlichen Wahrnehmung schlecht wegkommen. Beneidet wegen langer Ferien und „Feierabend“ um 13 Uhr, bemitleidet wegen harter Arbeitsbedingungen, die z.B. mit der Debatte über die Rütli-Hauptschule deutlich wurden.
Im Studium habe ich mich gefragt, wo die Lehrer-Charaktere alten Schlages geblieben sind, die mich unterrichtet haben - jene sicherheitssuchenden, eher unauffälligen Lehramtsstudenten in der Mensa („Verbeamtet sein ist super, das ist ein krisensicherer Job!“) konnte ich mir schlecht als prägende, eigenwillige, engagierte Pädagogen vorstellen. Oder waren jene sechs, sieben tollen Lehrer, die mich im Laufe meiner Schulzeit geprägt, gefördert und gefordert haben, nur Ausnahmen? Schließlich gab es da auch den schülerverachtenden, schrecklichen Physiklehrer... Sind engagierte Pädagogen eine aussterbende Art?
Nein, es gibt sie noch: etwa Heinz Frey, der ehrenamtlich den Dorfladen in Barmen betreibt, damit seine Gemeinde nicht verödet. Neben seiner Arbeit als Gymnasiallehrer für Geschichte und Sport ist er bei den Unabhängigen Wählern aktiv, spielt Fußball im Verein und reist kreuz und quer durch die Republik, um anderen Gemeinden das Modell seines Vereins „Dorv e.V.“ und der Nahversorgung zu erklären.
Ach, und drei Kinder hat er auch noch.
Sympathisch fand ich ihn, redegewandt, zugänglich. Und für seine Schüler hatte er lobende Worte übrig: „Ach, die sind super, alles brave, aufgeweckte Kinder und Jugendliche, mit denen man gut arbeiten und einiges machen kann!“
Schön, das zu sehen - und zu merken, dass einem aus der Schulzeit nicht der pädagogikferne, einfallslose Chemielehrer in Erinnerung geblieben ist, sondern vor allem der ideenreiche, freundliche Französischlehrer.
Und sonst, irgendwelche Nebenwirkungen des Lehrer-Seins - wenn schon keine Klagen und Beschwerden? Heinz Frey grinst. Er erzählt gerne und viel, deshalb schafft er es vor der Kamera nicht, sich kürzer zu fassen. Trotz zweimaliger Bitte darum. „Na ja, als Lehrer ist man es ja gewohnt, dass einem zugehört wird – egal wie lange und zu welchem Thema...“

09.11.2009 | Ness
Ein Lehrer alten Schlages eine bezeichnung die hier vielleicht nicht angebracht ist.
Das Engagement was Herr Frey im privaten Bereich zeigt ist Beeindruckend. Die Gemeinschaft in den kleineren Gemeinden aufrecht zu erhalten ist eine Aufgabe der sich zu viele Leute - vor allem zu wenig Junge leute - verpflichtet fühlen.
Tradition ist nicht das bewaren der Asche sondern das weitergeben des Feuers.
Jedoch sehen wir uns mal genauer den Titel dieses Blogs an. Ein Lehrer der alten Schule. Herr Frey unterrichtet an einer Privatschule. Ich selbst durfte dort seinem Unterricht beisitzen. Dieser Unterricht war allerdings oft geprägt von seiner nicht Anwesenheit und vor allem von seinem Drang sich gegenüber seinen Schülern unverhältnissmäßig authoritär zu geben und seinen eigenen Wert in den Vordergrund zu schieben. Einige Stunden Eskalierten soweit dass nach einem Jahr ein Lehrerwechsel notwendig war.
Loben wir also Herrn Frey soziales engagement aber glorifizieren wir nicht ein Tätigkeitsfeld von dem in diesem Video nichts zu sehen war.
26.10.2009 | Axel Dörken
Eyi! Betrug!
Wo isser hin? Der Tag 12. Urlaub oder was?
:o)
Liebe Grüße
Axel